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Dreiecks- und
Reihengeschäfte

Waren aus Dreiecks- und Reihengeschäften müssen mit entsprechenden Frachtpapieren befördert werden. Lassen Sie die Waren jedoch vom Lieferanten ohne Zwischenstopp direkt zum Kunden transportieren, erledigen wir für Sie den Austausch der Dokumente. Damit erhält der Kunde nur die für ihn benötigten Warendokumente. Die Frachtpapiere werden von uns an der jeweiligen EU-Grenze entgegengenommen. Unsere Mitarbeiter der Zollspedition übernehmen diesen Service in einem unserer Büros direkt vor Ort. Bei Bedarf übernehmen wir für Sie die Zollanmeldung und Importverzollung und treten für Sie als Fiskalvertretung auf.

Ihr Partner im Bereich Dreiecks- und Reihengeschäfte seit 1947

Unterschiede von Dreiecks- und Reihengeschäften

Reihengeschäfte liegen immer dann vor, wenn mehrere Unternehmen über ein- und denselben Gegenstand Umsatzgeschäfte abschließen. Diese Ware wird direkt vom ersten Unternehmer an den Kunden versandt bzw. befördert. Dreiecksgeschäfte stellen eine besondere Form von Reihengeschäften dar. Charakteristisch für Dreiecksgeschäfte aus deutscher Sicht ist, dass an diesen Geschäften immer drei Unternehmen beteiligt sind. Die Ware gelangt direkt vom ersten Lieferanten zum letzten Abnehmer. Die Unternehmer haben ihren umsatzsteuerrechtlichen Sitz in jeweils unterschiedlichen Staaten, in EU-Mitgliedsstaaten oder auch in Drittländern.

Vereinfachte umsatzsteuerliche Behandlung von Dreiecksgeschäften

Reihengeschäfte müssen mit jedem Umsatz, der stattfindet, umsatzsteuerlich beachtet werden. Der Ort der Lieferung entscheidet jeweils darüber, welches Umsatzsteuerrecht zur Anwendung kommt. In einigen Fällen besteht bei Reihengeschäften im Falle einer Ausfuhrlieferung oder einer innergemeinschaftlichen Lieferung eine Umsatzsteuerfreiheit. 

Automatisierter Importverzollung Ablauf im ATLAS-Verfahren

Liegt hingegen ein Dreiecksgeschäft vor, dann haben Unternehmer die Möglichkeit, in Bezug auf die Umsatzsteuer eine Vereinfachungsregel in Anspruch zu nehmen. Damit geht die Steuerschuld direkt vom ersten Abnehmer auf den zweiten Abnehmer über. Beispielhaft lässt sich sagen, dass der Lieferant seine Rechnung an den ersten Abnehmer ohne Umsatzsteuer, mit dem Hinweis einer innergemeinschaftlichen Lieferung ausstellen kann. Der erste Lieferant muss demnach keine Besonderheiten in Bezug auf die Umsatzsteuervoranmeldung und die zusammenfassende Meldung beachten. Der letzte Abnehmer taucht in den Rechnungsunterlagen nicht auf und auch auf einen Hinweis auf ein Dreiecksgeschäft wird verzichtet. Auch der erste Abnehmer stellt dem letzten Abnehmer eine Rechnung ohne Umsatzsteuer aus. Jedoch muss in diesem Fall aus den Rechnungsunterlagen hervorgehen, dass es sich um ein Dreiecksgeschäft handelt und die Steuerschuld auf den letzten Abnehmer übergeht. Dieser muss die Lieferung und die auf ihn übergegangene Steuerschuld dementsprechend in der Umsatzsteuervoranmeldung ausweisen.
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